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Die Lüge gegen die Daseinskränkung

Eines der größten Irrtümer und Vorurteile von Kindheit auf ist das unumstößliche Dogma, immerzu die Wahrheit zu sagen. Wahrhaftigkeit alleine sei für ein gutes Leben unumgänglich, so sagten sie. Wahrheit mache frei und glücklich. Du hast ihren Rat beherzigt und befolgt. Doch dein Leben verlief in Bahnen unauffälligen Unglücks. Du schlugst den Weg der grauen Masse […]

Remineszenzen II

Während du aus dem Fenster der Kleinbahn blickst und nur in die Ferne schweifen kannst, da in der Nähe alles zur Unkenntlichkeit verschmieren zu scheint, stellst du fest, dass audio-visuelle Hässlichkeiten dich umgeben. Zwar vermag die alpine Landschaft dir, jene kindliche Befriedigung in bruchhaften Reminiszenzen wieder zu vermitteln, doch scheint jene Kindheit ungreifbar fern zu […]

Heimat – Eine Regression

Manche besitzen alle Voraussetzungen um Glücklich zu sein und sind trotz alledem Unglücklich. Dabei bedeutet die bloße Abwesenheit von Unglück nicht automatisch das Besitzen von Glück. Meistens ist es die Heimat nach denen sich naturgemäß das sensible Gemüt des Menschen sehnt und die damit verbundene Hoffnung auf Glück. Die Kindheit, die fast immer das Gefühl von […]

Remineszenzen III

Das Gefühl von Geborgenheit und Liebe ist mit deinem ewigen Landstreichertum unvereinbarlich. Das Gefühl von Heimat wurde dir von ihnen genommen, waren sie es doch die, die dir deine eigene Heimat unerträglich machten. Und doch sollten gerade diese Lehrer und Dogmatiker für deine Heimat begeistern, einen gesunden Patriotismus voranschreiten. Die Ungebundenheit an einen geographischen Ort […]

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Dialyse, Tryptichon auf Canvas: Vasilyne und Lack, 40 cm X 60 cm

Auflösung, διάλυσις als bewusste Abkehr von informativen Inhalt stellt in sich bereits einen radikalen Widerspruch dar. Denn sich bewusst gegen eine Bedeutungssemantik zu wenden, sich gegen Grund und Sinn aufzulehnen ist bereits eine Begründung par excellance. So ist selbst die Absicht der Auflösung von Sinnhorizonten eben eine Begründung derselben. Dieser Versuch eines konzeptuellen,  ästhetischen Nihilismus […]

Remineszenzen V

An Tagen, an denen die eine Hälfte mit Smartphones schreibt, während die andere Hälfte bereits vom Kinderkriegen redet, fällt der jahreszyklische Tag, den man gemeinhin als Geburtstag bezeichnet. Geboren zu sein, eine Verantwortung, eine unfreie Entscheidung und deshalb eine lebenslange Rechtfertigung. Die Müdigkeit, die sich an genau solchen Tagen manifestieren kann, das Gefühl von Langeweile, […]